Dies ist eine alte Version des Dokuments!


"Wie man Situationsmaps erstellt und Situationsanalysen durchführt"

Clarke, Adele 2012. Situationsanalyse, Kapitel 3.
Haupttypen von Situations-Maps und -analysen

  1. Situations Maps: Beziehungen zwischen den Elementen
  2. Maps von sozialen Welten/Arenen : räumliche Darstellung von kollektiven Verpflichtungen, Beziehungen und Handlungsschauplätzen
  3. Positions Maps : Positionen, die im Diskurs (nicht) zur Sprache gebracht wurden


Situations-Maps

  • Sollten alle analytisch relevanten (nicht –)menschlichen, materiellen und symbolischen/diskursiven Elemente enthalten
  • Wer oder was befindet sich in dieser sehr weit gefassten Situation?
  • Fragen nach materiellen Dingen, diskursiven Konstruktionen, kulturellen Symboliken & Diskursen, sozialen Institutionen, etc.


Maps von sozialen Welten/Arenen

  • Fokus auf Kollektive und kollektives Handeln
  • Fragen nach kollektivem soziologischem Sinn, Muster kollektiver Verpflichtungen, Perspektiven von Soz. Welten & Subwelten, (nicht-)

menschlichen Aktanten, etc.

  • Soziale Welten sind durch Diskurse konstituierte und aufrechterhaltene Diskursuniversen innerhalb von Arenen
  • Analyse soll Zwänge, Chancen & Ressourcen der Sozialen Welten offenbaren


Positions-Maps

  • Beinhalten Positionen zu den wichtigsten diskursiven Themen → Fragen, Positionen zu diesen Fragen, fehlende Positionen und Unterschiede diskursiver Positionen
  • Positionen werden aus eigener Perspektive dargestellt
  • Stellen Heterogenität der Positionen dar


Diskussionsgrundlage
„Wir haben auch festgestellt, dass die Darstellung aller Positionen in ihrer je eigenen Perspektivität ein demokratisierender Vorgang ist, eine Politik der Anerkennung der Anwesenheit statt faschistische Verleugnung und Unterdrückung von Vielfalt.“ (167)

„Indem man stillschweigende Positionen bemerkt und festhält, „spricht“ man sie aus.“ (176)

„Die Tatsache, dass wir von einigen Ergebnissen unserer Arbeit überrascht sind, weist oftmals auf unsere verborgenen Annahmen hin, denen gegenüber wir zuvor blind gewesen sind. Solche Annahmen mussten uns durch kontraintuitive Ergebnisse offenbart werden, welche wir endlich irgendwie „zu sehen“ in der Lage waren.“ (181)

Drucken/exportieren